Wie ein Profi auf dem Laufband

Es ist Donnerstag, und im Normalfall würde ich natürlich laufen gehen, doch in dieser Woche ist es einmal anders! Daher fragt mich Gunnar ganz überrascht, warum ich an diesem Donnerstag nicht laufen darf... Die Antwort ist dabei ganz einfach: ich muss mich für den Freitag schonen! Denn etwas Besonderes steht an: ich habe einen Termin zur Sportlervorsorge und Leistungsdiagnostik.


So komme ich am nächsten Tag nach der Trainingspause erholt und hochmotiviert zu TriaMedica in Mosbach. Dort werde ich schon von Timo Bracht erwartet. Bevor es an den wirklich sportlichen Teil geht, steht zuerst ein allgemeiner Check-up an. Sportmediziner Dr. Bergler untersucht mich von Kopf bis Fuß und prüft insbesondere den Bewegungsapparat und die Beweglichkeit. Auch die langen Läufe haben hier bisher zum Glück keine negativen Folgen zurückgelassen. Auch mein Herz sowie die Herzklappen funktionieren einwandfrei wie man auch als Laie gut auf dem Ultraschall erkennen kann:


Nach diesen ersten Untersuchungen werde ich für das Ruhe-EKG verkabelt und darf mich noch auf der Liege entspannen. Wie zu erwarten ist auch das Ruhe-EKG völlig normal und ich darf zum anstregenderen Teil, der Leistungsdiagnostik übergehen.



Neben den Elektroden für das Belastungs-EKG erhalte ich noch eine Atemmaske für die Spiroergometrie auf den Kopf gepresst, und dann geht es auch schon auf das Laufband. Dieses startet gemütlich mit 6 km/h (10 min/km). So kann ich die ersten drei Minuten gemütlich gehen. In der zweiten Stufe bei 7,5 km/h kann man dann doch schon in ein langsames Joggen übergehen. Nach zwölf Minuten habe ich in Stufe 5 bei nun schon 12 km/h (5 min/km) endlich ein ordentliches Lauftempo erreicht. Drei Minuten später wird es dann bei 13,5 km/h nochmals deutlich anspruchsvoller und spätestens in Stufe 7 bei 15 km/h (4 min/km) komme selbst ich jetzt wirklich sehr ins Schwitzen. Als das Laufband abermals schneller wird und nun 16,5 km/h (3:38 min/km) von mir fordert, komme ich an die Grenzen. Die drei Minuten Laufzeit pro Stufe ziehen sich gefühlt ewig hin und ich versuche nur, nicht vom Laufband zu fliegen. Ich kämpfe mich aber durch und schaffe es, noch die Geschwindigkeit zu halten. Nachdem das Laufband dann aber auf 18 km/h (3:20 min/km) umspringt, ist endgültig Schluss! Die Arzthelferin findet dann zum Glück doch relativ schnell die richtige Taste, um das Laufband zu stoppen. Nun ist noch fünf Minuten gemütliches Ausgehen angesagt, um die Regenerationsfähigkeit zu überprüfen.

Nach einer schnellen Dusche steht dann die Analyse des Laufs an. Hierbei kann man sagen: Zahlen lügen leider nicht und spiegeln den aktuellen Trainingszustand sehr gut wieder. So erfahre ich von Timo sehr genau, in welchen Pulsbereichen meine Trainingseinheiten in Zukunft liegen sollten und wie ich mich wirklich noch weiter verbessern kann. In meinem Fall heißt das insbesondere noch an der Fettverbrennung mit einem sehr niedrigen Puls zu arbeiten und gleichzeitig meine Tempoeinheiten noch zu intensivieren und den Puls dabei quasi ans Limit zu jagen. Dies ist sehr hilfreich und die Planung für das Training im Frühjahr kann beginnen.


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