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Über Stock und Stein

Die Laufsaison beginnt! In der Vorbereitung hat Micha im Internet vergeblich nach dem Dreikönigslauf in Dielheim gesucht (dort starten nun Elias, Hannes und Heike, die einen beachtlichen zweiten Platz in der Alterswertung belegt!) und schlägt daher den Lauf in Herbolzheim bei Neudenau vor: ohne Zeitnahme und Wertung, dafür auf der klassischen Gänslaufstrecke (quasi als Appetithappen), dazu gibt's Würstchen und Tee und eine Spendenbox für die Flüchtlingshilfe Ukraine der Vereinten Nationen. Also los. Wir finden ohne Mühe nach Herbolzheim, mit einiger Mühe dann die Zufahrt zum noch leeren Parkplatz des Sportgeländes. Einige Läufer:innen sind schon da, der Tee wird noch gekocht, die Würstchen gewärmt, aber erstmal muss gelaufen werden. Der Lokalreporter der Heilbronner Stimme interviewt ausgerechnet uns Asbacher und staunt nicht schlecht über unsere Antworten: mal sehen, was hinterher in der Heilbronner Stimme zu lesen sein wird. Das Wetter kann es bekanntlich niemand recht machen, aber dass wir am Dreikönigstag nicht wie (schon geschehen) bei 11 Grad minus laufen, sondern bei 11 Plusgraden, stimmt etwas bedenklich. Immerhin lassen feuchter Untergrund und kühler Wind ein bisschen winterliche Stimmung aufkommen.

Ein Funktionär erklärt uns die Regularien, u.a. gibt es drei Zielläufer für 50, 60 und 70 Minuten und er drückt seine Zuversicht aus, dass daher niemand verloren gehen wird, dann klatscht er (nach dem Gruppenfoto) auch schon in die Hände und los geht's. Andi und Lena bleiben kurz bei uns, dann preschen sie nach vorn und nehmen offenbar den Streckenrekord ins Visier. Wir haben Mühe, Sichtkontakt zu unserem Zielläufer zu halten; schnell haben wir ihn aus den Augen verloren, aber hier unten an der Jagst entlang auf dem Radweg sind so viele Mitstreiter unterwegs, dass uns um die richtige Strecke keine Bange sein muss. Erst am ersten langen Anstieg zieht sich dann die Meute stark auseinander. Ich beginne, von meinen Koch- und Esserlebnissen der angefangenen Woche zu berichten, was uns das Kopfschütteln eines hungrigen Mitläufers einbringt (hat er nichts gefrühstückt?) und Bernd davonspurten lässt. Wir versuchen ihn noch einzuholen, bleiben aber chancenlos.

Die Strecke ist schön, erst an der Jagst entlang, dann Waldwege bergauf, entlang von Kreuzwegstationen und einer malerischen Kapelle vorbei, dann geht es endlich bergab und zurück in den Ort. Inzwischen haben wir jeglichen Sichtkontakt nach vorn verloren. Aber hinter uns rennen zwei erfahrene Läufer, die jedesmal, wenn wir falsch, nämlich zu früh Richtung Tal abbiegen wollen, lauthals korrigieren. Bernd hatte da mehr Glück und einen guten halben Kilometer abgekürzt.

Im Ziel gibt es dann heiße Würstchen mit Senf, Brötchen und süßen Tee, nette Gespräch und das Wasser in den Duschen ist richtig schön warm. Läuferherz, was willst du mehr! Wir kommen wieder!



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