Gerd läuft und läuft und läuft..

Aktualisiert: Jan 4

Wenn man an Ausdauerläufer denkt, kommt einem sofort Gerd in den Sinn. Kaum etwas hält ihn auf zu laufen. Nicht einmal an einem trüben Sonntag macht er Pause: auch heute um halb neun war er schon auf den Beinen und ist 11 km gerannt. Jetzt sitzen wir beim Griechen zusammen und er genießt die verdiente Portion Gyros. In guten Wochen läuft er fünfmal die Woche, und dann kommen gut und gern 100 Laufkilometer zusammen. Und wenn er mal die Laufschuhe nicht schnüren kann, wenn er etwa Rufbereitschaft hat, dann hockt er sich auf die "Rolle", wie er sagt: sein Heimtrainer.

Sogar im Urlaub, wenn er schon morgens um sieben auf der Baustelle seines Sohnes zum Schuften antritt, rennt er abends noch eine Runde. "Warum?", will ich wissen. "Das ist für mich Stressabbau", sagt Gerd, "so bekomme ich meinen Kopf frei und kann dann den Abend schön ausklingen lassen. Sonst könnte ich nicht schlafen, wenn mir noch alles im Kopf herumgeht."

Naja, es wird ihm schon genug im Kopf herumgehen - vor allem vor einem Wettkampf. Was denn sein läuferisches Highlight 2018 gewesen sei, will ich wissen. "Auf jeden Fall der Taubertal 100. Diese 100 Kilometer zu laufen war für mich eine große Herausforderung, vor allem, weil es eine neue, unbekannte Strecke war. Alles lief optimal, es war eine schöne Strecke in der Natur, das Wetter war top - und am Ende kam sogar eine neue Bestzeit heraus!"

Und seine Laufziele für 2019? Da muss er kürzertreten, meint er, eben weil er bei der Hausrenovierung seines Sohnes eingespannt ist. Fest eingeplant ist der Iron Run in Ischgl, wo er sich zum zweiten Mal an die Hard-Strecke wagt. "Wenn ich's schaff, lege ich auf jeden Fall eine Bestzeit hin", meint er. Kein Wunder, denn 2017 kam er nur Sekunden vor Zielschluss über die Linie.

Laufen ist Kopfsache!, meine ich und will wissen, wie wichtig das Glas Rotwein am Vorabend eines Wettkampfes ist.

"Lecker", meint er lakonisch.


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