Es geht bergauf - und das gleich in vielfältiger Weise! Nach über drei Monaten darf ab nächster Woche endlich wieder ein fast normaler Lauftreff stattfinden, wenn auch mit Sicherheitsabstand und maximal in einer 10er-Gruppe. Auch was die Aussicht auf Wettkämpfe betrifft, gibt es erste Hoffnungsschimmer, dass wir dieses Jahr doch noch etwas für unsere Wettkampfstatistik tun können ;)
Während in den letzten Wochen viele aufgrund der fehlenden Ziele nicht mehr so intensiv trainiert haben, gibt es jetzt nun wieder allen Grund dazu. Auch ich hatte im März und April gedacht, dieses Jahr bestimmt keinen Wettkampf mehr bestreiten zu können und das Training deutlich reduziert. Zwar gab es dennoch viele Einheiten, besonders mit Gunnar, der stets mit neuen und meist längeren Strecken als geplant überraschte, aber die schnellen und harten Trainings habe ich doch nur zu gern ausgelassen. Diese Woche nun aber gab es eine überraschende Nachricht: Mein geplanter 100-km-Lauf im August kann aller Voraussicht nach stattfinden, und das sogar in Bayern mit etwas strengeren Regeln! Höchste Zeit also, das Training wieder zu intensivieren, um mein 100-km-Ziel dieses Jahr doch noch zu schaffen. So ging es gestern dann gleich nach Lenggries und die Überschrift war das Motto: Gemeinsam mit meinen Begleitern Alex und Martina ging es bergauf und das gleich richtig. Auf 3,5 km Strecke sind knapp über 700 Höhenmeter auf den Geierstein zu bewältigen.
Doch natürlich war das noch nicht alles, über den Fockenstein geht es weiter auf den schönen Grat zwischen Ochsenkamp, Auerkamp und Spitzkamp. Dank des schönen Wetters haben wir eine unglaubliche Aussicht vom Tegernsee bis hinüber zur Zugspitze. Doch die Sonne brennt auf dem ungeschützten Grat gnadenlos herunter, und wir schwitzen nicht nur wegen der Anstrengung. Da ich mich noch am fittesten fühle, beschließe ich, mich am Seekarkreuz von meinen Begleitern zu trennen, da ich sowieso noch mehr wie sie machen möchte. Mit Vollgas geht es daher über Stock und Stein sowie viel Matsch wieder hinunter ins Tal.
Nach einem kurzen Zwischenstopp am Auto, vor allem um meine Wasservorräte aufzufüllen, geht es dann nochmals auf den steilen Anstieg zum Geierstein. Glücklicherweise kommen erste Wolken und etwas kühlender Wind, was es etwas erträglicher macht. Nachdem auch der Fockenstein ein zweites Mal bestiegen ist, geht es diesmal nicht mehr weiter, sondern immer am Hirschbach entlang zurück in Richtung Tal. Nach 6 km immer am Bach entlang ist es dann endlich geschafft und ich kann direkt am Parkplatz meine Füße zur Abkühlung in das kalte Nass hängen. Das Wasser ist allerdings so kalt, dass meine Füße es kaum länger als 30 Sekunden aushalten.
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